Diese Topeng Maske erhielt ich zusammen mit dem "
schwarzen Barong". Erst später bemerkte ich, dass es sich hierbei nicht um den typischen Garuda handelte, sondern um Jatayu, den man an seiner blauen Farbe und der goldenen Schnabelspitze erkennt.
Jatayu ist ein halbgöttlicher Vogel, der versuchte,
Sīta zu retten, als sie von
Rāvana geraubt wurde.
Jatayu (
Sanskrit जटायू Jatāyū) ist eine mythologische Figur aus dem
Ramayana. Er hat die Form eines Geiers und ist ein Sohn von
Aruna und Neffe von
Garuda. Sein Bruder ist Sampati. Mit ihm konkurriert er in seiner Jugend darum, wer höher fliegen kann. Bei einem dieser Wettflüge kommt
Jatayu der Sonne zu nahe und sein Bruder schützt ihn mit seinen eigenen Flügeln vor dem Verbrennen. Dadurch rettet er
Jatayu, verliert aber beide Flügel und muss fortan auf der Erde bleiben.
Jatayu wird von
Ravana im Kampf getötet, als er
Sita, die Ehefrau von
Rama, aus den Händen des Dämonenfürsten zu befreien versucht, der sie nach Lanka verschleppen will. Auch weil
Jatayu schon sehr alt ist, unterliegt er und stürzt auf die Erde. Er kann
Rama und
Lakshmana, die ihn später finden, noch mitteilen, in welche Richtung
Sita entführt wurde, bevor er stirbt.
Jatayu erlangt durch
Ramas Einsatz das
Moksha. Der Ort, an dem er nach dem verlorenen Kampf gegen
Ravana auf die Erde gestürzt sein soll, wurde von
Rama, der im
Hinduismus eine Inkarnation
Vishnus ist, zu einer
Tirtha geformt, ein heiliger Ort an dem mehrere Flüsse zusammenfließen. Heute liegt dieser heilige Teich im Distrikt Nashik und wird mit in die Maha
shivaratri-Feierlichkeiten einbezogen. John Dowson: A classical dictionary of Hindu mythology and religion, geography, history, and literature. (Originalausgabe 1870) Rupa, Kalkutta u.a. 1987, S. 134f
Jatayu,
Ramayana. Indianetzone
Jatayu A Righteous Nephew of
Garuda.